Tiere im Sommer

An der Bergstraße ist der Sommer wieder eingekehrt. Mit den warmen Temperaturen hat aber nicht nur der Mensch zu kämpfen.

Bei den Tieren sollte man in der heißen Jahreszeit einige Regeln beachten.

Hunde/Katze:

Gehen Sie mit Ihren Hunden morgens und abends wenn es kühl ist spazieren. Die Hunde haben gar keine Lust, zur Mittagszeit in die pralle Hitze zu gehen, ein kurzer Gassigang reicht da völlig aus.

Die Hunde und Katzen müssen immer ausreichend Wasser zur Verfügung haben.

Ihre Vierbeiner sollten immer die Möglichkeit haben, sich in ein kühles Plätzchen zurückzuziehen.

Sollte Ihr Hund oder Katze trotz aller Vorsichtsmaßnahmen einen Hitzschlag bekommen (Hecheln, Taumeln, Durchfall, Erbrechen), dann kühlen sie das Tier mit kaltem Wasser oder legen Sie Kühlakkus in den Nacken und an Ihren Hund. Bitte keine feuchten Tücher auf dem Tier liegen lassen, wenn diese nicht alle 10 Sekunden immer wieder durchnässt werden, sonst besteht die Gefahr eines Hitzestaus unter den Tüchern. Bitte fahren Sie sofort zu einem Tierarzt, damit er das Tier behandeln kann. Hier handelt es sich um einen Notfall – Schockgefahr.

Im Sommer passiert es oft, dass sich eine Granne im Ohr eines Hundes verfängt. Diese Pflanzenteile haben Wiederhacken, so kann der Hund diese nicht mehr durch Ohrschütteln selbst aus dem Ohr entfernen. Kommen Sie bitte in die Tierarztpraxis, die Granne muss entfernt werden. Geben Sie Ihrem Tier kein Futter mehr, falls eine Sedation (Beruhigungsspritze) notwendig ist.

Floh- und Zeckenprophylaxe ist äußerst wichtig, da diese Parasiten sowohl auf das Tier als auch auf den Menschen Krankheiten übertragen können. Wichtig ist hier sich beim Fachmann, dem Tierarzt, beraten zu lassen, damit das passende Mittel für Ihr Tier gefunden werden kann. Die frei verkäuflichen Mittel enthalten nicht dieselben Wirkstoffe, wie vom Tierarzt verschrieben und wirken dementsprechend schlecht. Auch braucht ein z.B. jagdlich geführter Hund ein anderes Zeckenmittel als ein Stadthund.

Bei Vergiftungen bitte sofort zum Tierarzt fahren, wichtig ist zu wissen, was hat da Tier zu sich genommen. Flössen Sie Ihrem Tier nicht einfach so etwas ein, es könnte genau das Falsche sein.

Im Sommer bekommen Hunde leicht lokale Hautentzündungen. Diese entstehen vermehrt bei Hunden, die ein dichtes Fell haben und gerne in die hiesigen Gewässer baden gehen. Sorgen Sie für einen Leckschutz und kommen Sie in die Tierarztpraxis, damit diese fachgerecht versorgt werden.

Gerne grillen wir Menschen zur Sommerzeit. Der Geruch der Würstchen und des Grillfleisches zieht unsere Vierbeiner magisch an. Achten Sie darauf, dass die Tiere nicht unbeaufsichtigt zum Grill gelangen, damit sie sich nicht verbrennen können. Passiert es doch, kühlen sie die verbrannte Stelle mindestens 5 Minuten und fahren Sie sofort zum Tierarzt. Ein absoluter Notfall!

 

 

Kaninchen und andere Nager:

kaninchen

So wie alle Tiere sollten sie nicht der prallen Sonne ausgesetzt sein und neben ausreichend Wasser immer ein schattiges Plätzchen zu Verfügung haben. Sollten sie aber doch einen Hitzschlag erleiden, packen sie um Ihren Nager herum Kühlakkus und fahren sofort zum Tierarzt.

Pflicht eines jeden Kaninchenbesitzers ist es, jeden Abend den Popo zu kontrollieren, ob dieser frei von Kot ist. Die Fliegen setzen so gerne ihre Eier auf den Kot, die daraus geschlüpften Maden können das Kaninchen regelrecht durchlöchern.

Eine Impfung gegen Myxomatose und RHD ist auch sehr wichtig.

Übrigens: Der Transport für Ihren Nager ist immer weniger stressig, wenn er mit seinem Kumpel in der Transportbox transportiert wird.    Sie haben dann weniger Angst. Auch ist ein Kühlakku in der Transportbox, eingewickelt in ein Geschirrtuch, bei der Hitze generell sehr hilfreich.

Sie sehen, viel ist zu erzählen und zu berichten.