Gefahren an Ostern

Tiere im Sommer
1. Juli 2019

Jeder Feiertag bringt schöne und besondere Bräuche mit sich – aber damit auch einige Fallstricke für unsere vierbeinigen Familienmitglieder. Aus diesem Grund haben wir einige Tipps zum Osterfest für Sie zusammengestellt, damit einem entspannten Osterfest – zumindest für die Tiere – nichts mehr im Weg steht.

Schokolade

Jeder weiß es und doch passiert es gerne im Eifer des Gefechts: Die süßen Köstlichkeiten liegen im Haus, ja sogar im Garten frei zugänglich herum und der Familienhund freut sich über eine zusätzliche Mahlzeit. Im besten Fall passiert gar nichts, im schlimmsten Fall muss ein Tierarzt im Notdienst aufgesucht werden und es entsteht eine lebensbedrohliche Vergiftung. Die Gefahr geht von Theobromin aus, welches ähnlich wie Coffein wirkt. Je dunkler die Schokolade und je kleiner der Hund, desto größer ist die Gefahr einer solchen Vergiftung.

Plastikeier

Die beliebte Osterdekoration wird von unseren vierbeinigen Freunden leider nur zu gerne als Ballersatz genutzt, was zu verschiedenen Problemen führen kann. Zum einen gehen die Hartplastik-Eier beim Kauen schnell kaputt, splittern und haben scharfe Kanten. So können sie zu Verletzungen im Maulbereich führen. Zum anderen können sie verschluckt werden und dabei in der Speiseröhre, dem Magen oder dem Darm zu ernsthaften Problemen führen. Sollten Sie diesen Verdacht haben, suchen Sie bitte schnellstmöglich einen Tierarzt auf.

Der Osterbraten

Wenn der saftige Osterbraten auf den Tisch kommt, läuft nicht nur den Menschen das Wasser im Munde zusammen, sondern auch unseren Vierbeinern. Grundsätzlich sollten sie gar nichts davon bekommen, aber je nachdem was sie erwischen kann es verschiedene Folgen haben. Unser Essen ist in der Regel deutlich stärker gewürzt, was bei Hunden und Katzen Erbrechen und Durchfall auslösen kann.

Wenn Sie einen Hühnerknochen verfüttern, kann dieser beim Fressen in viele kleine Teile zerbrechen, da es sich um einen luftgefüllten Knochen handelt. Und diese Splitter können zu Verletzungen führen. Besonders wichtig ist, dass Katzen und Hunde niemals rohes Schweinefleisch bekommen. Denn in diesem kann der Aujeszky-Virus enthalten sein, der für uns Menschen ungefährlich ist, bei Hund und Katze allerdings zu akutem Versterben führen kann.

Nagergifte

Im Frühjahr werden nicht nur wir aktiv, sondern auch alle anderen Lebewesen – zum Beispiel auch Ratten, Mäuse und Co. Nagergifte haben mittlerweile viele verschiedene Wirkungsweisen und deshalb auch viele verschiedene Symptome. Sobald Sie den Verdacht haben, oder gar beobachten konnten, dass Ihr Hund etwas aufgenommen hat, nehmen Sie bitte unbedingt die Packung mit und stellen Ihr Tier einem Tierarzt vor.

Bei Katzen gestaltet sich ein Verdacht häufig schwieriger, da diese das Gift erst indirekt über den Nager aufnehmen. Sollte sich Ihre Katze ungewöhnlich verhalten, stellen Sie diese bitte bei Ihrem Tierarzt vor und geben an, dass das Tier Freigänger und Mäusefänger ist.